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Samir Amin
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Samir Amin (arabisch ŰłÙ
Ù۱ ŰŁÙ
ÙÙ, DMG SamÄ«r AmÄ«n; * 3. September 1931 in Kairo; â 12. August 2018 in Paris)cite-ref-1[1] war ein Ă€gyptisch-französischer Polit-Ăkonom und Kritiker des Neokolonialismus. Er prĂ€gte den Begriff âEurozentrismusâ bereits 1988cite-ref-2[2] und gilt als Pionier der Dependenztheorie und bedeutender Vertreter der Weltsystem-Theorie.cite-ref-0-3-0[3]cite-ref-1-4-0[4]
Contents
âą Leben
âą Eurozentrismus
âą Schriften
âą Einzelnachweise
âą Weblinks
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Leben
Amin wurde 1931 als Sohn eines Ăgypters und einer Französin (beide Mediziner) geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Port Said; dort besuchte er das französische Gymnasium, das er 1947 mit dem BaccalaurĂ©at verlieĂ. Schon zu Schulzeiten politisierte sich Amin, als sich wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs die Ă€gyptischen SchĂŒler in Kommunisten und Nationalisten aufteilten â Amin zĂ€hlte zu den Ersteren. Bereits damals nahm er eine entschlossene Haltung gegen Faschismus und Nazismus ein. Zwar war er stark beeinflusst vom Ă€gyptischen Widerstand gegen die britische Vorherrschaft in Ăgypten, dennoch lehnte er die Vorstellung einiger Ăgypter ab, dass der Feind ihres Feindes (also Nazi-Deutschland) ihr Freund sei.cite-ref-2-5-0[5]
Von 1947 bis 1957 studierte er in Paris, wobei der Promotion in Ăkonomie (1957) ein Diplom in Politikwissenschaft (1952) und in Statistik (1956) vorausging. In seiner Autobiographie ItinĂ©raire intellectuel (1993) schreibt Amin, dass es ihm in dieser Zeit darauf ankam, nur ein Minimum an Arbeit in die Vorbereitung von UniversitĂ€tsexamen zu investieren, um die wesentliche Zeit der âaction militanteâ widmen zu können. Der intellektuelle und der politische Kampf blieben fĂŒr Amin zeit seines Lebens untrennbar miteinander verbunden â statt die Welt und ihre GrĂ€uel nur zu erklĂ€ren, wollte er Teil der KĂ€mpfe fĂŒr eine bessere Welt sein.cite-ref-2-5-1[5]
Als Amin in Paris ankam, trat er der Kommunistischen Partei Frankreichs bei, distanzierte sich jedoch spĂ€ter vom sowjetischen System und stand eine Zeit lang maoistischen Kreisen nahe. Zusammen mit anderen Studenten publizierte er die Zeitschrift Ătudiants Anticolonialistes.
Seine politischen Ideen wurden auch stark von der Konferenz der Bandung-Staaten 1955 sowie der Verstaatlichung des Suezkanals beeinflusst. Letzteres veranlasste ihn sogar, den Abschluss seiner seit Juni 1956 fertigen Dissertation zu verschieben.cite-ref-2-5-2[5]
1957 verteidigte er seine Arbeit, die unter anderem von Francois Perroux betreut wurde. Sie trug ursprĂŒnglich den Titel: Die UrsprĂŒnge der Unterentwicklung â kapitalistische Akkumulation im WeltmaĂstab. Dieser musste jedoch geĂ€ndert werden zu: Die strukturellen Auswirkungen der internationalen Integration vorkapitalistischer Volkswirtschaften â Eine theoretische Untersuchung des Mechanismus, der sogenannte unterentwickelte Volkswirtschaften hervorbringt.cite-ref-3-6-0[6]
Nach Abschluss seiner Arbeit kehrte Amin nach Kairo zurĂŒck, wo er von 1957 bis 1960 als Forschungsbeauftragter fĂŒr die âInstitution for Economic Managementâ der Regierung arbeitete. Dort setzte er sich dafĂŒr ein, dass der Staat in den AufsichtsrĂ€ten der Unternehmen in öffentlicher Hand vertreten war. Damit begab sich Amin in das sehr angespannte politische Klima, welches mit der Verstaatlichung des Suezkanals, dem Krieg von 1956, der GrĂŒndung der Blockfreien Bewegung usw. verbunden war. Insbesondere seine Mitgliedschaft in der damals geheimen Kommunistischen Partei sorgte fĂŒr erschwerte Arbeitsbedingungen.cite-ref-2-5-3[5]
Auch um persönlichen GefĂ€hrdungen zu entgehen verlieĂ Amin Ăgypten 1960 nach Paris, wo er sechs Monate fĂŒr das Ministerium fĂŒr Wirtschaft und Finanzen arbeitete. AnschlieĂend verlieĂ Amin Frankreich, um Berater des Planungsministeriums in Bamako (Mali) unter der PrĂ€sidentschaft von Modibo Keata zu werden. Er bekleidete diese Position von 1960 bis 1963 und arbeitete mit prominenten französischen Ăkonomen wie Jean BĂ©nard und Charles Bettelheim zusammen. Mit einiger Skepsis betrachtet Amin dort die wachsende Fokussierung auf Wirtschaftswachstum, um âdie LĂŒcke zu schlieĂenâ. Obwohl er das Arbeiten als BĂŒrokrat nach dem Ausscheiden aus dem Dienst in Mali endgĂŒltig aufgab, fungierte Samir Amin spĂ€ter immer wieder als Berater fĂŒr Regierungen im globalen SĂŒden und fĂŒr afrikanische oder globale Institutionen. LĂ€nder wie China, Vietnam, Algerien, Venezuela und Bolivien machten von seinen RatschlĂ€gen Gebrauch.cite-ref-2-5-4[5]
1963 wurde er Fellow am Institut Africain de DĂ©veloppement Ăconomique et de Planification (IDEP) in Dakar.cite-ref-7[7] Er arbeitete dort bis 1970 und war zugleich Professor an UniversitĂ€ten in Poitiers, Dakar und Paris (Paris VIII, Vincennes). Er unterstĂŒtzte in den 1970ern in einem Buch anfangs den kambodschanischen Umsturz durch die âRoten Khmerâ wegen dessen ârascher De-Urbanisierung und seiner ökonomischen Autarkieâ als angebliches Vorbild fĂŒr Afrika.cite-ref-8[8] SpĂ€ter revidierte er die Ansicht und sah die Khmer-Herrschaft als eine Mischung aus Stalinismus und Bauernrevolte.cite-ref-9[9] 1970 wurde er Direktor des IDEP, das er bis 1980 leitete. Innerhalb dieser UN-Organisation schuf Amin mehrere Institutionen, die schlieĂlich unabhĂ€ngige Einheiten wurden. Darunter die VorgĂ€nger-Institution des spĂ€teren Council for the Development of Social Science Research in Africa (CODESRIA), die nach dem Vorbild des Lateinamerikanischen Rates fĂŒr Sozialwissenschaften (CLACSO) konzipiert war. 1980 verlieĂ Amin das IDEP und wurde Direktor des Third World Forum in Dakar.cite-ref-10[10]
In die unter dem Namen arabischer FrĂŒhling bekannt gewordenen Protestbewegungen setzte er groĂe Hoffnungen, befĂŒrchtete jedoch von Anfang an, dass sich diese nicht erfĂŒllen wĂŒrden.cite-ref-11[11]
âSamir Amin gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Intellektuellen der Dritten Weltâ, so Dieter Senghaas. Amins theoretische Pionier-Rolle wurde oft ĂŒbersehen, weil seine Dissertation von 1957 erst 1970 in erweiterter Buchform, unter dem Titel Lâaccumulation Ă lâĂ©chelle mondiale, erschien.cite-ref-3-6-1[6]
Amin lebte bis Ende Juli 2018 in Dakar, Senegal. Am 31. Juli 2018 wurde er in ein Krankenhaus nach Paris verlegt. Er starb am 12. August 2018 im Alter von 86 Jahren an Lungenkrebs.cite-ref-12[12]
Politische Theorie und Strategie
Samir Amin gilt als Pionier der Dependenztheorie und bedeutender Vertreter der Weltsystemtheoriecite-ref-0-3-1[3] wenngleich er sich lieber als Teil der Schule eines Globalen Historischen Materialismus bezeichnete, zusammen mit Paul A. Baran und Paul Sweezy (siehe 2.1).cite-ref-1-4-1[4] Sein Kerngedanke, den er bereits 1957 in seiner Dissertation formulierte, war, dass so genannte âunterentwickelteâ Volkswirtschaften nicht als unabhĂ€ngige Einheiten, sondern als Bausteine einer kapitalistischen Weltwirtschaft betrachtet werden sollten. In dieser Weltwirtschaft wĂŒrden die âarmenâ Nationen die âPeripherieâ bilden, welche gezwungen ist, sich permanent strukturell anzupassen an die Reproduktionsdynamik der âZentrenâ der Weltwirtschaft, d. h. der fortgeschrittenen kapitalistischen IndustrielĂ€nder. Etwa zur gleichen Zeit und mit Ă€hnlichen Grundannahmen entstand in Lateinamerika der sogenannte Desarrollismo (CEPAL, RaĂșl Prebisch), der ein Jahrzehnt spĂ€ter in der Diskussion ĂŒber âDependenciaâ weiterentwickelt wurde â noch spĂ€ter kam dann Wallersteins âWeltsystemanalyseâ auf.cite-ref-3-6-2[6] Samir Amin wandte den Marxismus auf eine globale Ebene an und benutzte Begriffe wie âweltweites Wertgesetzâ und âSuper-Ausbeutungâ, um die Weltwirtschaft zu analysieren (siehe 2.1.1). Gleichzeitig erstreckte sich seine Kritik auch auf den Marxismus der Sowjetunion und sein Entwicklungsprogramm des âAufholens und Ăberholensâ.cite-ref-3-6-3[6]cite-ref-2-5-5[5] Amin glaubte, dass die LĂ€nder der âPeripherieâ im Kontext der kapitalistischen Weltwirtschaft nie aufholen könnten, wegen einer inhĂ€renten Tendenz zur Polarisierung des Systems und wegen bestimmter Monopole, die von den imperialistischen LĂ€ndern des âZentrumsâ gehalten wĂŒrden (siehe 2.1.2). Daher empfahl er der âPeripherieâ sich von der Weltwirtschaft zu âentkoppelnâ, also eine âautozentrischeâ Entwicklung zu erzeugen (siehe 2.2) und den âEurozentrismusâ der Modernisierungstheorie hinter sich zu lassen (siehe 2.3).cite-ref-1-4-2[4]
Globaler historischer Materialismus
Ausgehend von den Analysen von Karl Marx, Karl Polanyi und Fernand Braudel ist der zentrale Ausgangspunkt von Amins Theorien eine fundamentale Kapitalismuskritik, in deren Mittelpunkt die Konfliktstruktur des Weltsystems steht. Amin stellt drei grundlegende WidersprĂŒche der kapitalistischen Ideologie fest: 1. Die Erfordernisse der RentabilitĂ€t stehen gegen das Streben der WerktĂ€tigen ihr Schicksal selber zu bestimmen (Rechte der Arbeiter sowie Demokratie wurden gegen die kapitalistische Logik durchgesetzt); 2. Das kurzfristig-rationale ökonomische KalkĂŒl steht gegen eine langfristige Sicherung der Zukunft (Ăkologiedebatte); 3. Die expansive Dynamik des Kapitalismus fĂŒhrt zu polarisierenden rĂ€umlichen Strukturen â das Zentrum-Peripherie-Modell.cite-ref-0-3-2[3]
Laut Amin kann der Kapitalismus als ein globales System verstanden werden, bestehend aus âentwickelten LĂ€ndernâ, die das Zentrum bilden, und âunterentwickelten LĂ€ndernâ, die die Peripherien des Systems bilden. Folglich seien Entwicklung und Unterentwicklung zwei Seiten derselben Medaille, nĂ€mlich der historischen Expansion des globalen Kapitalismus. Die Armut mancher LĂ€nder sei nicht durch spezifische soziale, kulturelle oder sogar geographische Merkmale zu erklĂ€ren. Stattdessen sei âUnterentwicklungâ das Ergebnis der erzwungenen permanenten strukturellen Anpassung dieser LĂ€nder an die BedĂŒrfnisse der Akkumulation, die den LĂ€ndern im Zentrum des Systems zugutekommt.cite-ref-2-5-6[5] FĂŒr Amin kam sie dadurch zustande, dass die Peripherien als AuĂenposten, also Exklaven der kapitalistischen Zentren behandelt und gezwungen wurden, sich in die ungleiche internationale Arbeitsteilung einzugliedern, wodurch eine Struktur asymmetrischer Interdependenz entstanden sei.cite-ref-3-6-4[6]
Amin sah sich als Teil der Schule eines âglobalen historischen Materialismusâ, weniger der beiden anderen StrĂ€nge der Dependenztheorie, der sogenannten Dependencia und der Weltsystemtheorie. Die Dependencia Schule ist eine lateinamerikanische Schule, die mit Ruy Mauro Marini, TheotĂ©nio dos Santos und RaĂșl Prebisch verbunden wird. Wichtige Vertreter der Weltsystemtheorie sind Immanuel Wallerstein und Giovanni Arrighi.cite-ref-1-4-3[4] WĂ€hrend diese ein weitgehend Ă€hnliches wissenschaftliches Vokabular verwenden, lehnte Amin z. B. den Begriff der Halbperipherie ab. Amin war auch gegen die Theoretisierung des Kapitalismus als zyklisch (wie bei Nikolai Kondratjew) oder irgendeine Art von historischer RĂŒckprojektion und vertrat damit eine Minderheitenposition innerhalb der Weltsystemtheoretiker.cite-ref-0-3-3[3]
Globaler historischer Materialismus bedeutete fĂŒr Amin zunĂ€chst die Anwendung des Marxismus auf die Weltwirtschaft. Er ordnete Wissenschaftler wie Paul Baran und Paul Sweezy demselben Ansatz zu. Im Mittelpunkt dessen stand das marxistische Wertgesetz.cite-ref-1-4-4[4] Dennoch bestand Amin darauf, dass die ökonomischen Gesetze des Kapitalismus, zusammengefasst durch das Wertgesetz, den Gesetzen des historischen Materialismus untergeordnet seien. Amins VerstĂ€ndnis dieser Begriffe zufolge bedeutet das, dass die Wirtschaftswissenschaft, wenngleich unverzichtbar, die RealitĂ€t nicht gĂ€nzlich erklĂ€ren kann, vor allem weil sie weder die historischen UrsprĂŒnge des Systems selbst, noch Ergebnisse von KlassenkĂ€mpfen systematisch berĂŒcksichtigen könne.cite-ref-4-13-0[13]
âDie Geschichte wird nicht von der unfehlbaren Entfaltung der âGesetze der reinen Ăkonomieâ regiert. Erzeugt wird sie von den sozialen Reaktionen auf die Tendenzen, die sich in diesen Gesetzen Ă€uĂern und die ihrerseits die sozialen VerhĂ€ltnisse bestimmen, in deren Rahmen diese Gesetze fungieren. Die âantisystemischenâ KrĂ€fte ⊠wirken ebenso gestaltend auf die wirkliche Geschichte ein wie die âreineâ Logik der kapitalistischen Akkumulation.â (Samir Amin)cite-ref-3-6-5[6]
Weltweites Wertgesetz
Amins Theorie eines weltweiten Wertgesetzes beschreibt ein System des ungleichen Austauschs, in dem der Unterschied in den Löhnen zwischen den ArbeitskrĂ€ften in verschiedenen Nationen gröĂer ist, als der Unterschied zwischen ihren ProduktivitĂ€ten. Amin spricht von âimperial rentsâ (imperialen EinkĂŒnften), die den globalen Konzernen im Zentrum zuflieĂen wĂŒrden â es lĂ€sst sich auch als eine Art globaler Arbitrage verstehen.
Historisch sei ein wichtiges Merkmal des wirtschaftlichen Aufstiegs von Staaten in Europa und den USA eine breitenwirksame Agrarrevolution und Industrialisierung gewesen, mit entsprechender Erhöhung der Reallöhne, die durch die gesellschaftliche Entwicklung der Zunahme der ProduktivitĂ€t folge. Das habe zu einer Binnenmarktdynamik und der Produktion von GĂŒtern fĂŒr einen Massenmarkt gefĂŒhrt. Dieses VerhĂ€ltnis von ProduktivitĂ€ts- und Reallohnentwicklung finde hingegen in EntwicklungslĂ€ndern, z. B. auf dem afrikanischen Kontinent, nicht statt. Ursache dieser schlechten Situation ist nach Amins Ansicht die exklavenhaft strukturierte Exportwirtschaft in EntwicklungslĂ€ndern.cite-ref-3-6-6[6]
Dass es bei dieser Ungleichheit geblieben ist, liege u. a. daran, dass Freihandel und relativ offene Grenzen multinationalen Unternehmen erlaubten, dorthin zu ziehen, wo sie die billigste Arbeit finden können, die Regierungen weiterhin die Interessen âihrerâ Konzerne gegenĂŒber denjenigen anderer LĂ€nder förderten und die MobilitĂ€t von Menschen beschrĂ€nkten.cite-ref-4-13-1[13] Dementsprechend sei die Peripherie bis heute nicht wirklich mit den globalen ArbeitsmĂ€rkten verbunden, die Akkumulation dort stagnierte und die Löhne blieben niedrig. Dagegen sei die Akkumulation in den Zentren kumulativ gewesen und die Löhne seien entsprechend der steigenden ProduktivitĂ€t gestiegen.
Diese Situation werde durch die Existenz einer massiven globalen Reservearmee, die sich hauptsĂ€chlich in der Peripherie befindet, aufrechterhalten, wĂ€hrend diese LĂ€nder gleichzeitig stĂ€rker strukturell abhĂ€ngig seien und ihre Regierungen dazu neigten, soziale Bewegungen zu unterdrĂŒcken, die höhere Löhne erstreiten könnten. Diese globale Dynamik nennt Amin âEntwicklung der Unterentwicklungâ.cite-ref-5-14-0[14] Die oben erwĂ€hnte Existenz einer niedrigeren Ausbeutungsrate der Arbeit im Norden und einer höheren âSuper-Ausbeutungâ der Arbeit im SĂŒden wird zudem als eines der Haupthindernisse fĂŒr die Einheit der internationalen Arbeiterklasse angesehen.cite-ref-4-13-2[13] DarĂŒber hinaus wĂŒrden die KernlĂ€nder Monopole auf Technologie, die Kontrolle der Finanzströme, militĂ€rische Macht, die ideologische Produktion und den Zugang zu natĂŒrlichen Ressourcen halten (siehe auch 2.1.2).cite-ref-6-15-0[15]
Imperialismus und Monopolkapitalismus
Das oben erlĂ€uterte âweltweite Wertgesetzâ bedeutet laut Amin auch, dass es in toto ein imperiales Weltsystem gibt, welches den globalen Norden und den globalen SĂŒden umfasst.cite-ref-4-13-3[13] Amin glaubte zudem, dass Kapitalismus und Imperialismus in allen Stadien ihrer Entwicklung miteinander verbunden waren (im Gegensatz zu Lenin, der argumentierte, dass der Imperialismus eine spezifische Phase in der Entwicklung des Kapitalismus sei).cite-ref-2-5-7[5] Amin definierte den Imperialismus als âdie notwendige Verschmelzung der Anforderungen und Gesetze fĂŒr die Reproduktion des Kapitals; die ihnen zugrunde liegenden sozialen, nationalen und internationalen BĂŒndnisse; und die politischen Strategien dieser BĂŒndnisseâ.cite-ref-4-13-4[13]
Laut Amin prĂ€gten Kapitalismus und Imperialismus alles seit der europĂ€ischen Eroberung Amerikas im sechzehnten Jahrhundert bis zur heutigen Phase, die er als âMonopolkapitalismusâ bezeichnete. AuĂerdem sei die Polarisierung zwischen Zentrum und Peripherie ein PhĂ€nomen, das diesem System stets inhĂ€rent ist.
Auf Arrighi Bezug nehmend, unterschied Amin die folgenden Polarisierungsmechanismen: 1. Kapitalflucht von der Peripherie ins Zentrum; 2. selektive Migration von ArbeitskrĂ€ften in dieselbe Richtung; 3. Monopolsituation der zentralen Gesellschaften in der globalen Arbeitsteilung, insbesondere das Technologiemonopol und das Monopol der globalen Finanzen; 4. Kontrolle der Zentren ĂŒber den Zugang zu natĂŒrlichen Ressourcen.cite-ref-0-3-4[3] Die Formen der Polarisierung zwischen Zentrum und Peripherie, sowie die Ausdrucksformen des Imperialismus hĂ€tten sich im Laufe der Zeit zwar verĂ€ndert â aber nur in Richtung einer VerschĂ€rfung der Polarisierung und nicht einer Abmilderung.cite-ref-2-5-8[5]
Historisch unterscheidet Amin drei Phasen: Merkantilismus (1500â1800), Expansion (1800â1880) und Monopolkapitalismus (1880-heute). Amin fĂŒgte hinzu, dass die aktuelle Phase von verallgemeinerten, finanzialisierten und globalisierten Oligopolen dominiert werde, die sich hauptsĂ€chlich im Besitz der Triade USA, Europa und Japan befĂ€nden.cite-ref-4-13-5[13] Diese praktizierten eine Art kollektiven Imperialismus mit militĂ€rischen, wirtschaftlichen und finanziellen Instrumenten, wie der Organisation des Nordatlantikvertrags (NATO), der Weltbank, dem Internationalen WĂ€hrungsfonds (IWF) und der Welthandelsorganisation (WTO). Die Triade genieĂe Monopole in fĂŒnf Bereichen: Massenvernichtungswaffen; Massenkommunikationssysteme; Geld- und Finanzsysteme; Technologien; Zugang zu natĂŒrlichen Ressourcen. Den Verlust dieser Monopole wĂŒrden sie um jeden Preis verhindern wollen, auch militĂ€risch.cite-ref-2-5-9[5]
Amin unterschied des Weiteren zwei Phasen in der Entwicklung des Monopolkapitalismus: den eigentlichen Monopolkapitalismus bis 1971 und danach den Oligopol-Finanzkapitalismus. Die Finanzialisierung und die âvertiefte Globalisierungâ der letzteren betrachtete er als strategische Antwort auf wirtschaftliche Stagnation. Stagnation betrachtete er als Regel, schnelles Wirtschaftswachstum dagegen als Ausnahme im SpĂ€tkapitalismus. Ihm zufolge war das schnelle Wachstum von 1945 bis 1975 hauptsĂ€chlich Ergebnis historischer Bedingungen, die auf den Zweiten Weltkrieg zurĂŒckzufĂŒhren sind und nicht andauern konnten. Der Fokus auf die Finanzialisierung, der in den spĂ€ten 1970er Jahren nach der Phase keynesianischer Globalsteuerung entstand, war fĂŒr ihn daher âuntrennbar mit den Ăberlebensanforderungen des Systems verbundenâ, wenngleich sie schlieĂlich zur Finanzkrise 2007â2008 gefĂŒhrt habe.cite-ref-4-13-6[13]
Laut Amin werden die politischen Systeme im SĂŒden als Folge des Imperialismus und der âSuper-Ausbeutungâ oft in Richtung autokratischer Herrschaft verzerrt. Um die Kontrolle ĂŒber die Peripherie zu behalten, förderten die imperialen MĂ€chte rĂŒckwĂ€rtsgewandte soziale Beziehungen, die sich auf archaische Elemente stĂŒtzen. Amin argumentierte zum Beispiel, dass der politische Islam vornehmlich ein Resultat des Imperialismus sei. Die EinfĂŒhrung der Demokratie im Globalen SĂŒden, ohne die grundlegenden sozialen Beziehungen zu verĂ€ndern oder den Imperialismus in Frage zu stellen, sei nichts anderes als ein âBetrugâ und zwar in doppelter Hinsicht, wenn man auch den plutokratischen Charakter der so genannten erfolgreichen Demokratien im Norden in Betracht ziehe.cite-ref-4-13-7[13]
Delinking (Abkopplung)
Amin war sich sicher, dass die Emanzipation der sogenannten âunterentwickeltenâ LĂ€nder nicht innerhalb des globalisierten kapitalistischen Systems möglich sei. Der Globale SĂŒden könne wegen der System-inhĂ€renten Polarisierungstendenz in einem solchen kapitalistischen Kontext niemals aufholen. Daher war das Projekt, das die asiatisch-afrikanischen LĂ€nder 1955 auf der Bandung-Konferenz (Indonesien) beschlossen, fĂŒr Samir Amin von groĂer Bedeutsamkeit.cite-ref-2-5-10[5]
Amin riet LĂ€ndern der Peripherie, sich von der Weltwirtschaft abzukoppeln, um die globalen Beziehungen den nationalen EntwicklungsprioritĂ€ten unterzuordnen und eine âautozentrischeâ Entwicklung zu erzielen (aber nicht Autarkie).cite-ref-3-6-7[6]cite-ref-1-4-5[4] Anstatt Werte durch Weltmarktpreise bestimmen zu lassen â die sich aus der ProduktivitĂ€t in den reichen LĂ€ndern ergĂ€ben â schlug Amin vor, dass jedes Land einzeln Werte festlegt, indem bspw. die Arbeiter in der Landwirtschaft und in der Industrie durch ihren Beitrag zur Nettoproduktion der Gesellschaft bezahlt werden. So wĂŒrde ein nationales Wertgesetz ohne Bezugnahme auf das globale Wertgesetz des kapitalistischen Systems definiert (maĂgebend sei dann z. B. ErnĂ€hrungssouverĂ€nitĂ€t statt Freihandel, oder auch Mindestlöhne statt internationaler WettbewerbsfĂ€higkeit). Der Haupteffekt dieses Schritts sollte eine Erhöhung der Löhne in der Landwirtschaft sein. Amin schlug zudem vor, dass Nationalstaaten die Ressourcen zwischen Sektoren umverteilen und Mehrwert zentralisieren und verteilen. VollbeschĂ€ftigung solle staatlich gewĂ€hrleistet werden und es sollten Anreize gegen die Abwanderung aus lĂ€ndlichen in stĂ€dtische Gebiete geboten werden.cite-ref-5-14-1[14]
Nach einer Entkolonialisierung auf staatlicher Ebene sollte dies zu einer wirtschaftlichen Befreiung vom Neokolonialismus fĂŒhren. Amin betonte jedoch, dass es fast unmöglich sei, sich 100 % âabzukoppelnâ, und schĂ€tzte eine Entkoppelung von 70 % bereits als bedeutende Errungenschaft ein. Relativ stabile LĂ€nder mit einer gewissen militĂ€rischen Macht hĂ€tten es in dieser Hinsicht leichter als kleine LĂ€nder. So sei beispielsweise Chinas Entwicklung zu 50 % durch sein souverĂ€nes Projekt und zu 50 % durch die Globalisierung bestimmt. Auf Brasilien und Indien angesprochen, schĂ€tzte Amin, dass sie zu 20 % von souverĂ€nen Projekten und zu 80 % von der Globalisierung getrieben wĂŒrden, SĂŒdafrika sei sogar zu 100 % von Globalisierung bestimmt.cite-ref-6-15-1[15]
Zudem war fĂŒr Amin klar, dass eine solche Abkopplung auch innerhalb eines Landes bestimmter politischer Voraussetzungen bedarf. Seine LĂ€nderstudien, zunĂ€chst auf Afrika begrenzt, lehrten ihn, dass eine entsprechende Elite, vor allem eine auf ein nationales Projekt ausgerichtete nationale Bourgeoisie, nicht existierte und auch nicht im Entstehen war. Er beobachtete vielmehr allenthalben die Herausbildung einer âKompradorenbourgeoisieâ, welche NutznieĂer der Integration ihrer jeweiligen LĂ€nder in den asymmetrisch-strukturierten kapitalistischen Weltmarkt seien.cite-ref-3-6-8[6] FĂŒr das Projekt des autozentrierten Neuanfangs (der Abkopplung) hoffte er stattdessen auf soziale Bewegungen, weshalb er sich bis zuletzt in zahlreichen Nichtregierungsorganisationen engagierte.cite-ref-2-5-11[5]
Eurozentrismus
Amin schlug eine Interpretation der Zivilisationsgeschichte vor, der zufolge bestimmte ZufĂ€lle zuerst in den Gesellschaften des Westens zur Entwicklung des Kapitalismus fĂŒhrten. Dies habe dann zu einer Zweiteilung der Welt gefĂŒhrt, wegen des aggressiven Expansions-Charakters des (kolonialistischen) Kapitalismus.cite-ref-4-13-8[13] Amin argumentierte daher, dass es ein Fehler sei, Europa als zivilisatorisches Zentrum der Welt zu betrachten, bloĂ weil es in der frĂŒh-kapitalistischen Periode dominant war.
FĂŒr Amin war der Eurozentrismus nicht bloĂ ein Weltbild, sondern ein globales Projekt, welches die Welt nach europĂ€ischem Vorbild unter dem Vorwand des âAufholensâ homogenisieren will. In der Praxis homogenisiere der Kapitalismus die Welt jedoch nicht, sondern polarisiere sie (siehe 2.1.2). Eurozentrismus sei daher eher ein Ideal als eine reale Möglichkeit. Er verstĂ€rke aber Rassismus sowie Imperialismus und es bestehe das permanente Risiko von Faschismus, da dieser letztlich eine extreme Version von Eurozentrismus sei.cite-ref-6-15-2[15]
Schriften
Deutschsprachige Schriften
âą Die ungleiche Entwicklung. Essay ĂŒber die Gesellschaftsformationen des peripheren Kapitalismus. 1975.
âą Das Reich des Chaos. Der neue Vormarsch der Ersten Welt. VSA, Hamburg 1992.
âą Die Zukunft des Weltsystems. Herausforderungen der Globalisierung. VSA, Hamburg 2002.
âą FĂŒr ein nicht-amerikanisches 21. Jahrhundert. VSA, 2003, ISBN 3-89965-022-0. online
âą Apartheid global. Der neue Imperialismus und der globale SĂŒden. In: BlĂ€tter fĂŒr deutsche und internationale Politik (Hrsg.): Der Sound des Sachzwangs â Der Globalisierungs-Reader. 4. Auflage. BlĂ€tter Verlagsgesellschaft, 2006, ISBN 3-9804925-3-2, S. 11â17.
âą Das globalisierte Wertgesetz. Laika Verlag, Hamburg 2012, ISBN 978-3-942281-21-8.
âą SouverĂ€nitĂ€t im Dienst der Völker. PlĂ€doyer fĂŒr eine antikapitalistische nationale Entwicklung. (mit einer Einleitung von Andrea Komlosy), Promedia Verlag, Wien 2018, ISBN 978-3-85371-453-9.
âą Eurozentrismus. Mangroven Verlag, Kassel 2019, ISBN 978-3-946946-08-3.
Französischsprachige Schriften
Die BĂŒcher Amins sind zuerst auf Französisch erschienen. Viele wurden ins Englische ĂŒbersetzt.
âą (1957): Les effets structurels de lâintĂ©gration internationale des Ă©conomies prĂ©capitalistes. Une Ă©tude thĂ©orique du mĂ©canisme qui a engendrĂ© les Ă©onomies dites sous-dĂ©veloppĂ©es (Dissertation)
âą (1964): LâEgypte nassĂ©rienne
⹠(1965): Trois expériences africaines de développement: le Mali, la Guinée et le Ghana
âą (1966): LâĂ©conomie du Maghreb, 2 vols.
âą (1967): Le dĂ©veloppement du capitalisme en CĂŽte dâIvoire
⹠(1969): Le monde des affaires sénégalais
âą (1969): The Class struggle in Africa
âą (1970): Le Maghreb moderne (translation: The Maghreb in the Modern World)
âą (1970): Lâaccumulation Ă lâĂ©chelle mondiale, engl. Accumulation on a World Scale: Critique of the Theory of Underdevelopment, 1978
âą (1970, mit C. Coquery-Vidrovitch): Histoire Ă©conomique du Congo 1880â1968
âą (1971): LâAfrique de lâOuest bloquĂ©e
⹠(1973): Le développement inégal (translation: Unequal development)
âą (1973): LâĂ©change inĂ©gal et la loi de la valeur
âą (1973) Neocolonialism in West Africa
âą (1974, mit K. Vergopoulos): La question paysanne et le capitalisme
âą (1975, mit A. Faire, M. Hussein and G. Massiah): La crise de lâimpĂ©rialisme
âą (1976): LâimpĂ©rialisme et le dĂ©veloppement inĂ©gal, engl. Imperialism and unequal development
âą (1976): La nation arabe engl. Arab Nation: Nationalism and Class Struggles, Zed press 1978
⹠(1977): La loi de la valeur et le matérialisme historique (translation: The law of value and historical materialism)
âą (1979): Classe et nation dans lâhistoire et la crise contemporaine (translation: Class and nation, historically and in the current crisis)
âą (1980): LâĂ©conomie arabe contemporaine (translation: The Arab economy today)
âą (1981): Lâavenir du MaoĂŻsme (translation: The Future of Maoism)
âą (1982, mit G. Arrighi, A. G. Frank and I. Wallerstein): La crise, quelle crise? (translation: Crisis, what crisis?)
âą (1982): Irak et Syrie 1960â1980
âą (1983): The Future of Maoism, Monthly Review Press
âą (1984): Transforming the world-economy? : nine critical essays on the new international economic order.
⹠(1985): La déconnexion, engl. Delinking: towards a polycentric world
âą (1988): Lâeurocentrisme, engl. Eurocentrism, Monthly Review Press 1989
⹠(1988, mit F. Yachir): La Méditerranée dans le systÚme mondial
⹠(1988): Impérialisme et sous-développement en Afrique (erweiterte Neuauflage)
âą (1989): La faillite du dĂ©veloppement en Afrique et dans le tiers monde: une analyse politique, Paris : Ăd. lâHarmattan
âą (1990) Transforming the revolution: social movements and the world system
âą (1990): ItinĂ©raire intellectual; regards sur le demi-siecle 1945â1990, engl. Re-reading the post-war period: an Intellectual Itinerary
âą (1991, mit G. Arrighi, A. G. Frank und Immanuel Wallerstein): Le grand tumulte
âą (1991): LâEmpire du chaos engl. Empire of chaos
⹠(1991): Les enjeux stratégiques en Méditerranée
âą (1994): LâEthnie Ă lâassaut des nations
âą (1995): La gestion capitaliste de la crise
⹠(1996): Les défis de la mondialisation, engl. Capitalism in the Age of Globalization: The Management of Contemporary Society, Zed Books 1997
âą (1997): Critique de lâair du temps, engl. Specters of Capitalism: A Critique of Current Intellectual Fashions, Monthly Review Press 1998
âą (2000): LâhĂ©gĂ©monisme des Ătats-Unis et lâeffacement du projet europĂ©en
âą (2002): Mondialisation, comprehendre pour agir
âą (2003): Obsolescent Capitalism
âą (2004): The Liberal Virus: Permanent War and the Americanization of the World, Monthly Review Press 2004
âą (2004) Obsolescent capitalism. Contemporary Politics and Global Disorder, Zed Books
âą (2005 mit Ali El Kenz) Europe and the Arab world; patterns and prospects for the new relationship
âą (2006) Beyond US Hegemony: Assessing the Prospects for a Multipolar World
SekundÀrliteratur
âą Aidan Forster-Carter: The Empirical Samir Amin. In: S. Amin: The Arab Economy Today. London 1982, S. 1â40.
âą Duru Tobi: On Aminâs Concepts â autocentric / blocked development in Historical Perspectives. In: Economic Papers. (Warsaw), Nr. 15, 1987, S. 143â163.
⹠Fouad Nohra: Théories du capitalisme mondial. Paris 1997.
âą Gerald M. Meier, Dudley Seers (Hrsg.): Pioneers in Development. Oxford 1984.
âą Joachim Wilke: Samir Amins Projekt eines langen Weges zum globalen Sozialismus. Vielfalt sozialistischen Denkens Heft 13. Hrsg. Helle Panke Berlin.
âą U. Kufakurinani, M. D. Styve, I. H. Kvangraven: Samir Amin and beyond. 2019. (africasacountry.com)
âą Robert Heinze: Eine âNeue Amin-LektĂŒreâ? Der ungleiche Tausch auf dem Weltmarkt und die Rolle des Nationalstaats im Werk von Samir Amin. In: Peripherie: Politik âą Ăkonomie âą Kultur. Bd. 42 (2022), Heft 2, S. 277â299.
Einzelnachweise
cite-note-11. â Linker Ăkonom Samir Amin gestorben: Abschied von einem Marxisten, taz.de, 14. August 2018.
cite-note-22. â "A Brief Biography of Samir Amin" - Monthly Review, Vol. 44, Issue 4, September 1992 | Online Research Library: Questia. Abgerufen am 27. April 2020.
cite-note-0-33. â Alfred Germ: Zum Weltsystemansatz von Samir Amin. In: Joachim Wilke (Hrsg.): Die Zukunft des Weltsystems: Herausforderungen der Globalisierung. VSA-Verlag, Hamburg 1997, S. 1, 2.
cite-note-1-44. â I. H. Kvangraven: A Dependency Pioneer: Samir Amin. 2017, S. 12 (researchgate.net [abgerufen am 5. Juni 2019]).
cite-note-2-55. â GĂŒnter Hans Brauch: Springer Briefs on Pioneers in Science and Practice: Volume 16: Samir Amin Pioneer of the Rise of the South. Springer Verlag, 2014, S. vi, xiii, 5, 8, 9, 143.
cite-note-3-66. â D. Senghaas: Zeitdiagnostik, von kreativer Utopie inspiriert: Laudatio auf Samir Amin aus Anlass der Verleihung des Ibn Rushd-Preises fĂŒr Freies Denken am 4. Dezember 2009 in Berlin. 2009 (ibn-rushd.org [abgerufen am 4. Juni 2019]).
cite-note-77. â PrĂ©sentation gĂ©nĂ©rale de l'IDEP (Memento vom 28. November 2007 im Internet Archive)
cite-note-88. â in: Imperialism and Unequal Development. Harvester Press, Brighton 1977, S. 177, vgl. Arnaldo Pellini: Decentralisation Policy in Cambodia. Diss. 2007, Uni Tampere, S. 62 (PDF)
cite-note-99. â vgl. hierzu George J. Andreopoulos (Hrsg.): Genocide: conceptual and historical dimensions. University of Pennsylvania Press 1994, S. 202.
cite-note-1010. â E+Z - Entwicklung und Zusammenarbeit (Nr. 6, Juni 2001, S. 196â199): Samir Amin (* 1931). Akkumulation auf Weltebene - Autozentrierte Entwicklung. Dieter Senghaas (Memento vom 30. September 2007 im Internet Archive)
cite-note-1111. â WIDERSPRUCH 60/11, S. 12â16: Samir Amin, Arabischer FrĂŒhling?
cite-note-1212. â Egyptian-French economist Samir Amin dies, apanews.net, 13. August 2018.
cite-note-4-1313. â John Bellamy FosterTopics: Economic Theory, History, Imperialism, Political Economy, Stagnation: Monthly Review | Samir Amin at 80: An Introduction and Tribute. In: Monthly Review. 1. Oktober 2011, abgerufen am 27. April 2020 (amerikanisches Englisch).
cite-note-5-1414. â An A-Z of theory Samir Amin (Part 1) | Ceasefire Magazine. Abgerufen am 27. April 2020.
cite-note-6-1515. â An A-Z of theory Samir Amin (Part 2) | Ceasefire Magazine. Abgerufen am 27. April 2020.
Weblinks
Commons
: Samir Amin
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Literatur von und ĂŒber Samir Amin im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą Eintrag zu Samir Amin im Personenlexikon der internationalen Beziehungen virtuell (PIBv), Herausgegeben von Ulrich Menzel, Institut fĂŒr Sozialwissenschaften der Technischen UniversitĂ€t Braunschweig.
Artikel von Samir Amir online
âą The American Ideology
âą Third World Forum: An Interview with Samir Amin (Memento vom 22. August 2004 im Internet Archive) (englisch)
âą Imperialism and Globalization (Memento vom 3. Januar 2006 im Internet Archive) (englisch)
âą Empire of Chaos Challenged: An Interview with Samir Amin
âą Maldevelopment: Anatomy of a Global Failure (Memento vom 30. September 2000 im Internet Archive) (englisch)
âą U.S. Imperialism, Europe, and the Middle East
âą India, a Great Power?
âą Imperialism and Globalization
âą World Poverty, Pauperization & Capital Accumulation
âą U.S. Hegemony and the Response to Terror
âą Empire and Multitude
âą A Note on the Death of AndrĂ© Gunder Frank (1929â2005)
âą The Political Economy of the Twentieth Century
âą Africa: Living on the Fringe
Texte ĂŒber Amin Samin
âą Dieter Senghaas: Samir Amin (* 1931) Akkumulation auf Weltebene â Autozentrierte Entwicklung